„Starte Sozial“

bei der Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss

Antworten und Infos unserer Fachleute per Telefon oder Videokonferenz!

HEP

in der Werkstatt

Heil­erziehungs­pfleger in der Werk­statt

Was sind das für Menschen, die in den Werk­stätten arbeiten?

Erwachsene Menschen mit unterschiedlich ausgeprägten geistigen und körperlichen Be­hin­derungen arbeiten in den VARIUS Werk­stätten der Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss. Sie erfahren dort die Teilhabe am Arbeitsleben und gehen ihren Fähigkeiten angepassten Arbeiten nach.

"Mir ist es wichtig, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen."

Julia, 28. Auszubildende der Heilerziehungspflege im Heil­päda­gogischen Arbeits­bereich der Betriebsstätte Deelen

Welche Aufgaben habe ich während meiner Aus­bil­dung?

Erstes Aus­bil­dungsjahr:

Theoretische Aus­bil­dung:

  • Allgemeine Einführung

Organisatorisches, Erstunterweisungen

  • Organisationsstruktur der VARIUS Werk­stätten
  • Konzeption des Heil­päda­gogischen Arbeits­bereiches:

Entstehung, Aufbau und Inhalte

  • Qualitätsmanagementsystem der VARIUS Werk­stätten:
    • Leitlinien
    • Allgemeine Grundlagen, Aufbau und Struktur von Qualitätsmanagement
    • Prozessbeschreibungen, Ver­fahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen
    • Dokumente und Qualitätsaufzeichnungen
    • Grenzachtung (professioneller Umgang mit Nähe und Distanz)

In den einzelnen Modulen sind ver­schiedene Lernzielüberprüfungen möglich.

Praktische Aus­bil­dung:

  • Kennenlernen von Mitarbeitern, Gruppenleitern und Strukturen in der entsprechenden Gruppe
  • Einarbeitung und Beteiligung an Maß­nahmen der Grundpflege für die Mitarbeiter im Einsatzbereich
  • Begleitung einfacher Fördermaßnahmen, später eigene Durchführung in Absprache mit Gruppenleiter und Praxisanleiter
  • praktische Übungen nach Aus­bil­dungsplan der Fachschule
  • Hospitation / Einsatz in anderen Gruppen des Heil­päda­gogischen Arbeits­bereiches
  • erstes externes Pflegepraktikum nach den Vorgaben der Fachschule (Dauer: 4 Wochen)

Allgemeine Aus­bil­dung:

  • Abstimmung, Hilfestellung und Unterstützung bei der Planung und Umsetzung der Praxisaufgaben der Fachschule sowie bei der Erstellung der dazu gehörenden schriftlichen Ausarbeitungen (Arbeitsplatzbeschreibungen, Beobachtungsbericht, Planungen)
  • regelmäßige Reflexionsgespräche mit dem Praxisanleiter

Sonstiges:

  • Sicherstellung des Informationsflusses durch den Auszubildenden (Änderungen, Termine u.a)
  • Vorlage des Zeugnisses der Fachschule beim Praxisanleiter
 

Zweites Aus­bil­dungsjahr:

Theoretische Aus­bil­dung:

  • Rechtliche Grundlagen der Werk­stattarbeit: Betreuungsgesetz, Aufsichtspflicht und Haftung, Sozialgesetzbuch IX. Buch (SGB IX), Werk­stättenver­ordnung (WVO) und Werk­stättenmitwirkungsver­ordnung (WMVO)
  • Fachkonzept für Eingangsver­fahren und Berufsbildungsbereich

Integrationsangebote und Integrationsfachdienste:

  • Grundlagen, Formen und Ziele beruflicher Eingliederung

In den einzelnen Modulen sind ver­schiedene Lernzielüberprüfungen möglich.

Praktische Aus­bil­dung:

  • Gruppenwechsel: Kennenlernen von Mitarbeitern, Gruppenleitern und Strukturen in der entsprechenden Gruppe
  • Planung, Durchführung und Reflexion von zusätzlichen Angeboten aus dem Pflege- und / oder Betreuungsbereich in Abstimmung mit den Gruppenleitern und dem Praxisanleiter
  • Einzelprojektaufgaben planen, vorbereiten, durchführen und reflektieren in Abstimmung mit dem Praxisanleiter und den Gruppenleitern (z.B. Begleitende Maß­nahmen, Feste, Feiern, etc.)
  • praktische Übungen nach Aus­bil­dungsplan der Fachschule
  • Kennenlernen anderer Arbeitsfelder der VARIUS Werk­stätten nach Absprache mit dem Praxisanleiter (u.a. Hospitation im Berufsbildungsbereich)
  • zweites externes Pflegepraktikum nach den Vorgaben der Fachschule (Dauer: 4 Wochen)

Allgemeine Aus­bil­dung:

  • Abstimmung, Hilfestellung und Unterstützung bei der Planung und Umsetzung der Praxisaufgaben der Fachschule sowie bei der Erstellung der dazu gehörenden schriftlichen Ausarbeitungen (Arbeitsplatzbeschreibung, Beobachtungsbericht, Planungen, etc.)
  • regelmäßige Reflexionsgespräche mit dem Praxisanleiter

Sonstiges:

  • Sicherstellung des Informationsflusses durch den Auszubildenden (Änderungen, Termine, etc.)
  • Vorlage des Zeugnisses der Fachschule beim Praxisanleiter nach dem 2. Aus­bil­dungsjahr
  • Vorlage der Praktikumsbescheinigung beim Praxisanleiter

 Drittes Aus­bil­dungsjahr

Theoretische Aus­bil­dung:

  • Abstimmung, Unterstützung und Reflexion der Praxisaufgaben der Fachschule
  • Wiederholung der wesentlichen, auf die Praxisstelle bezogenen Aus­bil­dungsinhalte

Praktische Aus­bil­dung:

  • Gruppenwechsel: Kennenlernen von Mitarbeitern, Gruppenleitern und Strukturen in der entsprechenden Gruppe
  • Einzelprojektaufgaben planen, vorbereiten, durchführen und reflektieren in Abstimmung mit Praxisanleiter und Gruppenleiter
  • praktische Übungen nach Aus­bil­dungsplan der Fachschule
  • Durchführung anfallender Pflegeaufgaben im Einsatzbereich nach dem Pflegekonzept der VARIUS Werk­stätten
  • Praktikum von 3 Monaten in einem anderen Arbeits­bereich der VARIUS Werk­stätten, sofern das 3. Aus­bil­dungsjahr auch im HPA absolviert wird

Sonstiges:

  • Reflexion der Aus­bil­dung
  • Beurteilung des Auszubildenden durch den Praxisanleiter nach den Vorgaben der Fachschule
  • Vorlage des Abschlusszeugnisses der Fachschule beim Praxisanleiter
 

Das Aus­bil­dungsver­hältnis endet mit dem Tag der bestandenen Abschlussprüfung!

 Julia, 28, ist in ihrem zweiten Aus­bil­dungsjahr für Heilerziehungspflege im Heil­päda­gogischen Arbeits­bereich der Betriebsstätte Deelen der VARIUS Werk­stätten. Vor dem Beginn ihrer HEP-Aus­bil­dung in den VARIUS Werk­stätten machte Julia ein Jahr Bundesfreiwilligendienst in einer Werk­statt für Menschen mit Be­hin­derung.

Arbeite ich in der gesamten Aus­bil­dungszeit in einer Einrichtung oder lerne ich auch andere kennen?

In jedem Aus­bil­dungsjahr wird der Azubi in einer anderen Gruppe eingesetzt. 
Die ersten beiden Jahre findet der Einsatz im heil­päda­gogischen Arbeits­bereich statt.

Von der Schule ist zudem in den ersten beiden Jahren ein jeweils 4- wöchiges Pflegepraktikum vorgesehen.

Im ersten Jahr sollen Maß­nahmen der Grundpflege und im zweiten Jahr Maß­nahmen der Behandlungspflege kennengelernt werden.

Die Azubis sollen sich hierzu den Praktikumsplatz außerhalb unserer Einrichtung suchen.
Ziel ist es auch Einblicke in andere Praxisfelder zu bekommen, weitere Erfahrungen zu sammeln, die dann evt. auch wieder der Werk­statt „zugute“ kommen.

Im dritten Aus­bil­dungsjahr soll ein Wechsel in einen Ver­packungsbereich stattfinden.

Ziel ist es hier, dass die Auszubildenden noch mehr Einblick zu dem Thema „Produktion“ (sachgerechte und termingerechte Fertigung) und den Anforderungen der individuellen Bildung/Förderung der MA bekommen.
Auch Einblicke in das Warenwirtschaftssystem und Schreiben von Lieferscheinen sind gewünscht. 

Ziel der unterschiedlichen Einsatzorte ist es:

  • Entwickeln einer eigenen beruflichen Identität
  • Kennenlernen unterschiedlicher Arbeitsstile
  • Kennenlernen unterschiedlicher Be­hin­derungsarten
  • Kennenlernen der Anforderungen der ver­schiedenen Arbeits­bereiche
  • Entwickeln von Methodenkompetenz zur individuellen Bildung und Begleitung der Mitarbeiter

Habe ich einen festen Ansprech­partner/Begleiter während meiner Aus­bil­dung?

Ja, während der Aus­bil­dung gibt es einen Praxisanleiter, der den Auszubildenden begleitet. Dieser ist Ansprech­partner für alle Fragen, unterstützt bei den Prxisaufgaben, begleitet die Übungsstunden (die von der Schule gestellten Praxisaufgaben) und nimmt an den Praxisanleitertreffen teil.

Der Auszubildende wird möglichst nicht in der gleichen Arbeitsgruppe wie sein Praxisanleiter eingesetzt, damit er durch die Kollegen in seiner Gruppe noch einen weiteren Ansprech­partner hat. Es findet aber immer auch ein Austausch zwischen Praxisanleiter und jeweiliger Gruppe statt.

Kann ich Urlaub nehmen, wenn ich Ferien in der Schule habe?

Es gibt eine max. Fehlzeitenquote im Berufskolleg für die Zeit der Aus­bil­dung, die nicht überschritten werden darf, damit das Aus­bil­dungsjahr anerkannt wird. Daher macht es Sinn, einen längeren Urlaub eher in den Schulferien zu nehmen. Dennoch sollte der Urlaub mit den Kollegen in der Gruppe und dem Vorgesetzten abgesprochen werden. Pro Jahr sind 30 Tage Urlaub möglich.

Arbeite ich nach ganz normalem Dienstplan?

Während der Praxiszeit in der Werk­statt wird nach regelmäßigen Arbeitszeiten, entsprechend der Öffnungszeiten der Werk­stätten gearbeitet: Montag – Donnerstag von 07:45 – 16:15 Uhr, Freitag von 07:45 – 15:15 Uhr.

Wie wird die Aus­bil­dung ver­gütet?

Die Aus­bil­dung wird angelehnt an den TVAöD ver­gütet.

Ansprech­partnerin Aus­bil­dung HEP

Hanni Engler
VARIUS Werkstätten gGmbH

Telefon:02183/430220
E-Mail:h.engler@varius.ws